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Die Allerbrücke

Es wird vermutet, dass es schon um das Jahr 1000 in Winsen (Aller) Brücken gegeben hat. Winsen lag früher am Kreuzungsbereich zweier wichtiger Handelsstraßen: die nordsüdliche Heerstraße kam von Lübeck und führte nach Frankfurt am Main – die ostwestliche verband Bremen und Braunschweig. 

Auf beiden Straßen herrschte viel Verkehr. Bei Winsen gab es eine Furth durch die Aller und bildete allein schon einen Anziehungspunkt.

Um 1300 ließ der Herzog von Celle dann eine Holzbrücke bauen und machte Winsen damit noch bedeutender. Nachdem die Brücke 1388 bei der Schlacht zu Winsen zerstört wurde, ließ der Celler Herzog sie wiedererrichten und von einer Schutztruppe, welche aus 45 Gewappneten und 20 Bogenschützen bestand, bewachen. Da die alten Holzbrücken keine lange Lebensdauer hatten, das Holz bald vermoderte, Schiffe & Eis es beschädigten, fehlen über lange Zeit Angaben über Bau/Umbau der Brücken und Unterhaltung.
(Quellen: www.vkv-winsen.de -> Verweis Paul Borstelmann, Holzbrücken um Winsen)

Die 1726 erbaute hölzerne Zugbrücke führte bis 1924 über die Aller.

1924 wird die marode, 200 Jahre alte Zugbrücke durch eine Eisenkonstruktion ersetzt – die Hindenburg Brücke. Sie wird im April 1945 von deutschen Truppen gesprengt, um den Vormarsch der Engländer zu erschweren.

Unter der Leitung der englischen Truppen wird innerhalb weniger Tage eine Behelfsbrücke gebaut. Die Bailey Brücke, bei den Winsern die Engländer Brücke, ermöglicht nun die Überquerung der Aller.

1963 wird die jetzige Brücke erbaut. Die Baukosten belaufen sich auf 850.000,- DM.  1984 wird die namenlose Brücke verbreitert.